| Weiß-goldener Himmel über Japan. Zum 10.
Januar 2006 setzt ANA, die japanische Fluggesellschaft im
weltweiten Airlineverbund der Star Alliance, den ersten
ihrer neuen Boeing Jets vom Typ 737-700 ein. Das Flugzeug,
das Ende 2005 ausgeliefert wurde, ist der erste von insgesamt
45 Jets der Boeing 737-700 „Next Generation“.
ANA hatte die Flugzeuge 2003 bestellt und setzt die zuerst
gelieferte Maschine nun bei ihrer Tochtergesellschaft ANK
(Air Nippon) im Verkehr zwischen Nagoya und Taipeh ein.
Das Besondere an diesem Flugzeug: Es ist nicht im üblichen
ANA-Blau gestaltet, sondern trägt eine goldene Lackierung,
die sich vom Flugzeugbug bis zum Leitwerk im ANA-typischen
Design zieht. Auch der Schriftzug der Airline, der auf beiden
Seiten des Leitwerks und auf beiden Flugzeugseiten erscheint,
ist goldfarben. Ebenfalls golden sind die Winglets, mit
der die Boeing 737-700 Kerosin einspart und Start- und Landegeräusche
reduziert.
Mit dem „Gold Jet“ wurde erstmals eine 737-700
„Next Generation“ nach Japan ausgeliefert, für
Mineo Yamamoto, Präsident und CEO der ANA, der Beginn
der Umstrukturierung der gesamten Kurz- und Mittelstreckenflotte:
„Wir werden uns in diesem Bereich auf einen einzigen
Flugzeugtyp konzentrieren und damit eine wesentliche Senkung
unserer Betriebskosten erreichen. Zudem setzen wir mit der
Boeing 737 ‚Next Generation’ ein äußerst
treibstoffeffizientes Flugzeug ein.“ In allen neuen
Jets von Typ 737-700 kommen die ebenfalls neuen Economy-Class-Sitze
zum Einsatz, die der japanische Carrier im Sommer vorstellte
und bereits in der 767-300 Flotte nachgerüstet hat.
Die neuen Sitze sind wesentlich schlanker konstruiert als
herkömmliche und bieten den Passagieren bei gleichem
Sitzabstand mehr Platz. Zudem sind die Sitztaschen in Höhe
der Klapptische platziert und erweitern dadurch die Beinfreiheit
um fünf Zentimeter. Auch die bessere ergonomische Ausformung,
eine günstigere Druckverteilung während des Sitzens
und die innovative Konstruktion der stabilisierenden Elemente
aus Karbon sind wesentliche Vorteile des Flugzeugsitzes,
der inzwischen sogar mit dem Designpreis 2005 der japanischen
Industriedesign Organisation JIPDO ausgezeichnet wurde.
Die neu entwickelten Sitze an Bord der B737-700 erlauben
es ANA auch, ihr Produkt für Kontinentalflüge
wesentlich aufzuwerten: Bei Bedarf kann in neun Sitzreihen
innerhalb kürzester Zeit jeweils der Mittelsitz zu
einem Tisch umgebaut werden. Die Fenster- und Gangplätze
bieten den Passagieren dann wesentlich mehr Komfort. Die
Fluggesellschaft führt dieses Konzept als erste japanische
Fluggesellschaft unter dem Namen „Premium Economy
Asia Class“ ein und erreicht damit eine weitere Diversifizierung
ihres Bordprodukts auch im Mittelstreckenverkehr. Auf den
Inlandsrouten dagegen werden die neuen Jets in Einklassen-Konfiguration
mit 136 Sitzen eingesetzt.
ANA ist die japanische Fluggesellschaft im weltumspannenden
Netz der Star Alliance und eines der drei größten
Mitglieder. In Europa verbindet ANA täglich die Städte
Frankfurt, Paris und London im Direktflug mit Tokio und
von dort aus mit zahlreichen weiteren Zielen innerhalb von
Japan und ganz Asien. Von Frankfurt aus fliegt ANA außerdem
täglich im Codeshare mit der Lufthansa nach Tokio und
Osaka. Für alle ANA-Flüge ab Europa sind in Zusammenarbeit
mit Lufthansa und weiteren Allianzpartnern Zubringerflüge
ab vielen Flughäfen in Deutschland, Österreich,
der Schweiz sowie Süd-, Zentral- und Osteuropa buchbar.
An Bord verfügt ANA über ein mehrfach ausgezeichnetes
Vier-Klassen-Konzept: So bietet die Airline zum Beispiel
in ihrer Business-Class „New Style, CLUB ANA“
einen Komfort-Liegesitz mit einer Sitzplatzbreite von 65
und einem Sitzabstand von 165 Zentimetern. ANA ist derzeit
die einzige Fluggesellschaft, die auf der Strecke Frankfurt–Tokio
neben einer First-, einer Business- und einer Economy-Class
auch eine komfortable Premium Economy Class anbietet. Auf
allen Flügen der ANA können Teilnehmer eines der
Vielfliegerprogramme der Star Alliance (zum Beispiel Miles
& More) volle Status- und Prämienmeilen sammeln.
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